Ab heute (20. April 2026) ist die erste Staffel der Animationsserie „Kevin“ weltweit bei Amazon Prime Video abrufbar. Das achtteilige Format richtet sich an ein erwachsenes Publikum und verbindet Tierheim-Alltag mit einem überraschend nachdenklichen Unterton.
Ein Kater zwischen zwei Leben
Im Mittelpunkt steht Kevin, ein schwarz-weißer Kater mit neurotischen Zügen und einem ausgeprägten Hang zur Selbstreflexion. Als sich seine Besitzerin Dana von ihrem Freund trennt, endet sein behütetes Leben als Hauskatze abrupt. Statt sich mit dem veränderten Alltag abzufinden, entscheidet Kevin sich für einen Schnitt und landet im Tierheim im New Yorker Stadtteil Astoria, Queens. Dort trifft er auf eine Gruppe von Tieren, die allesamt auf der Suche nach ihrem Platz sind und wenig mit einem reibungslosen Alltag gemein haben.
Die Serie basiert lose auf realen Ereignissen. Das Konzept stammt von Aubrey Plaza und Joe Wengert, die das Format gemeinsam entwickelt haben und als Executive Producer fungieren.
Hochkarätige Besetzung im Original
Für das Voice-Cast hat Amazon einige bekannte Namen verpflichtet. Jason Schwartzman, bekannt aus „Fargo“ und „The French Dispatch“, leiht der Titelfigur seine Stimme und hat gemeinsam mit Komponist Dan Romer auch den Titelsong „I’m Coming Home“ geschrieben und eingesungen.
Aubrey Plaza spricht ihre eigene Figur Dana. Weitere Rollen werden von Whoopi Goldberg als Cupcake, John Waters als Armando, Aparna Nancherla als Judy, Gil Ozeri als Seth sowie Amy Sedaris als Seths Hund Brandi übernommen. Darüber hinaus ist eine lange Liste an Gaststimmen beteiligt, darunter Quinta Brunson, Patti LuPone, Cary Elwes, Debby Ryan, Joe Locke und Nicole Byer.

Produktion und Hintergrund
Produziert wurde „Kevin“ von Titmouse, Evil Hag Productions und Amazon MGM Studios. Als Showrunner verantwortet Joe Wengert die Serie. Er war zuvor als Mitautor und Produzent der Netflix-Animationsserie „Big Mouth“ tätig, was zumindest einen Hinweis auf den Humor gibt, den Zuschauer erwarten können: absurd, direkt und mit mehr Tiefe als der erste Blick vermuten lässt.
Lohnt sich der Start?
„Kevin“ positioniert sich irgendwo zwischen klassischer Tierheimromantik und existenzieller Erwachsenenkomödie. Das Konzept klingt auf dem Papier schlicht, bietet durch die Besetzung und das Produktionsteam aber genug Substanz, um mehr als bloßes Hintergrundprogramm zu sein. Ob die Serie über ihre acht Episoden hinweg konstant überzeugt, muss sich zeigen. Für Fans von „Big Mouth“ oder anderen erwachsenen Animationsformaten ist ein Blick in die Auftaktepisode jedenfalls keine Fehlinvestition.
Die erste Staffel mit acht Episoden ist ab sofort vollständig bei Amazon Prime Video verfügbar.
