HBO hat das Ende von „Euphoria“ offiziell bestätigt. Die dritte Staffel, deren Finale am 31. Mai 2026 erschien, ist gleichzeitig das Serienfinale. Eine Fortsetzung wird es nicht geben. Showrunner Sam Levinson hat sich dazu klar geäußert.
Rue stirbt, die Serie endet
Das Finale trägt den Titel „In God We Trust“ und schließt mit dem Tod der Hauptfigur Rue Bennett. Sie stirbt an einer versehentlichen Überdosis. Rue wurde über alle drei Staffeln von Zendaya verkörpert, die für die Rolle zwei Emmy Awards gewann. In ihrem Sterbemoment träumt Rue von Fezco, der Figur von Angus Cloud, der 2023 verstarb. Für diese Szene wurde bislang unveröffentlichtes Material verwendet.
Sam Levinson erklärte in einem Hinter-den-Kulissen-Segment, das HBO im Anschluss an das Finale ausstrahlte, er habe ursprünglich ein anderes Ende für Rue geschrieben. Clouds Tod habe ihn gezwungen, das Drehbuch neu zu konzipieren. Seine Haltung dabei: Wer heute eine ehrliche Geschichte über Sucht erzählen wolle, könne nicht so tun, als gäbe es immer eine zweite Chance.
Levinsons Begründung für das Serienende
Im Podcast der „New York Times“ sagte Levinson, die Geschichte habe ihr natürliches Ende gefunden. Die Serie war von Anfang an auf Sucht und deren Folgen ausgerichtet, und mit der dritten Staffel sei dieser Bogen abgeschlossen. Den Tod von Rue beschrieb er als tragisch, aber der Realität entsprechend: Die Geschichte, die er erzählen wollte, sei keine, die mit Erlösung aufwartet.
Levinson betonte außerdem, wie sehr Clouds Tod die Entwicklung der letzten Staffel geprägt habe. Er habe dessen Figur in der Geschichte am Leben gehalten, weil er im echten Leben keine Kontrolle darüber gehabt hatte. Die Trauer darum habe die gesamte dritte Staffel beeinflusst.

Zendaya hatte es bereits angedeutet
Dass es nach Staffel 3 nicht weitergeht, war für aufmerksame Beobachter kein vollständiges Überraschung. Zendaya hatte in einem Interview bei der „The Drew Barrymore Show“ im Frühjahr auf die direkte Frage nach einer weiteren Staffel geantwortet, sie glaube schon, dass dies das Ende sei. Dieser Abschluss sei gekommen.
Auch die übrigen Hauptdarsteller, darunter Jacob Elordi, Hunter Schafer und Sydney Sweeney, gehören inzwischen zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods und sind mit zahlreichen anderen Projekten ausgelastet.
Was bleibt
Trotz gemischter Reaktionen auf die dritte Staffel, zu denen auch der Abgang von Komponist Labrinth beitrug, bleibt „Euphoria“ eine der prägendsten Serien der vergangenen Jahre. Sie hat nicht nur mehrere Schauspieltalente ins Rampenlicht gerückt, sondern auch ästhetisch und inhaltlich Maßstäbe gesetzt. Das Ende ist konsequent, auch wenn es vielen Fans wehtun dürfte.
In Deutschland ist die gesamte Serie bei HBO Max sowie über den Sky-Streamingdienst WOW verfügbar.
