Wer die Crime-Serie „M.I.A.“ bei Peacock oder hierzulande bei Paramount+ gestartet hat, wird keine Auflösung mehr bekommen. Der Streamingdienst hat die Serie nach neun Episoden und einer einzigen Staffel abgesetzt, wie Deadline Hollywood berichtet. Ein Ende der Geschichte gibt es damit nicht.
Worum ging es in der Serie?
Im Mittelpunkt von „M.I.A.“ steht Etta Tiger Jonze, gespielt von Shannon Gisela. Als herauskam, dass ihre Familie in einen Drogenring verwickelt war, und ihre Angehörigen daraufhin ermordet wurden, entschied Etta, nicht auf Gerechtigkeit durch Behörden zu warten. Sie zieht nach Miami, um die Verantwortlichen selbst zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Serie spielte und wurde auch in Miami gedreht. Alle neun Folgen der ersten und nun einzigen Staffel erschienen am 1. Mai 2026 auf einen Schlag bei Peacock.
Das Kreativteam hinter der Serie
Verantwortlich für „M.I.A.“ war Bill Dubuque, bekannt als Schöpfer von „Ozark“. Dubuque schrieb mehrere Episoden und fungierte als Executive Producer. Als Showrunnerin war Karen Campbell tätig. Die Kombination aus Dubuques Erfahrung mit düsteren Crime-Geschichten und einem Miami-Setting klang auf dem Papier nach einem soliden Konzept, was die Absetzung etwas überraschend macht.

Bekannte Gesichter im Ensemble
Das Cast von „M.I.A.“ versammelte eine Reihe bekannter Seriengesichter. Neben Shannon Gisela in der Hauptrolle waren Danay Garcia aus „Fear the Walking Dead“, Brittany Adebumola aus „The Other Black Girl“ und Cary Elwes dabei. Außerdem mit von der Partie: Dylan Jackson, Marta Milans, Maurice Compte aus „Narcos“, Tovah Feldshuh, Paul Ben-Victor und Gerardo Celasco.
Nicht die erste Absetzung dieser Art bei Peacock
„M.I.A.“ ist bereits die dritte Serie, die Peacock im Jahr 2026 nach einer einzigen Staffel abgesetzt hat. Im April traf es „The Copenhagen Test“ mit Simu Liu, im Juni folgte mit „Ponies“ der Spionagethriller mit Emilia Clarke und Haley Lu Richardson. Ebenfalls im April endete „Law & Order: Organized Crime“ nach dem Wechsel von NBC zu Peacock mit der fünften Staffel.
Das Muster deutet auf eine konsequente Konsolidierungsstrategie des Streamers hin, der offenbar bereit ist, auch aufwendig besetzte Projekte frühzeitig zu beenden, wenn die Zahlen nicht stimmen.
Was bedeutet das für Zuschauer?
Wer die Serie in Deutschland bei Paramount+ verfolgt hat, schaut in die Röhre. Ein alternatives Zuhause, das die Geschichte weiterführen würde, ist bislang nicht in Sicht. Da alle neun Folgen als vollständige erste Staffel veröffentlicht wurden und das Staffelfinale offenbar kein abgeschlossenes Ende bietet, bleibt die Handlung offen. Die Situation ist damit vergleichbar mit zahlreichen anderen Streaming-Produktionen, die nach einem Season-One-Cliffhanger stillschweigend verschwinden.
Ob die Absetzung endgültig ist oder ob ein anderer Sender oder Streamingdienst das Projekt übernimmt, ist derzeit nicht bekannt.
