Kaum ist das Kinojahr 2026 richtig angelaufen, sorgt ein Animationsfilm bereits für Schlagzeilen. GOAT von Sony Pictures Animation entwickelt sich zum ersten großen Überraschungshit des Jahres und stellt dabei einen bemerkenswerten Rekord auf.
Mit einem CinemaScore von A erreicht der Film die höchste Publikumsbewertung, die ein Originalfilm des Studios jemals erhalten hat. In der langen Historie von Sony Animation ist das eine Seltenheit. Selbst viele erfolgreiche Titel der vergangenen Jahre kamen nicht an diese unmittelbare Zuschauerbegeisterung heran.
Was hinter dem starken CinemaScore steckt
Der CinemaScore gilt in der Branche als besonders aussagekräftig. Anders als Kritiken oder Onlinebewertungen misst er die spontane Reaktion von Kinobesuchern direkt nach der Vorstellung. Befragt werden zahlende Zuschauer am Startwochenende. Die Skala reicht von A+ bis F. Ein A ist bereits außergewöhnlich, ein A+ extrem selten.
Für Sony war diese Bestnote bislang nur wenigen Produktionen vergönnt. Dass nun ein komplett neuer Stoff diesen Wert erreicht, unterstreicht die außergewöhnlich positive Resonanz des Publikums.
Auch auf anderen Plattformen schlägt sich das nieder. Auf Rotten Tomatoes liegt der Publikumsscore bei über 90 Prozent, während Kritiker dem Film ebenfalls solide Bewertungen geben. Die Kombination aus emotionaler Wirkung und unterhaltsamer Inszenierung scheint hier voll aufgegangen zu sein.
Worum geht es in „GOAT“?
Im Zentrum der Geschichte steht Will, ein kleiner Ziegenbock mit großen Ambitionen. Sein Traum ist es, Profisportler im fiktiven Hochleistungssport Roarball zu werden. In dieser kontaktintensiven Disziplin treten die schnellsten und stärksten Tiere der Welt gegeneinander an.
Will bekommt tatsächlich die Chance, in einem Profiteam mitzuspielen. Doch seine Mitspieler sind skeptisch. Ein kleiner Ziegenbock in einer Liga voller muskulöser Kraftpakete wirkt zunächst fehl am Platz. Der Film erzählt die klassische Underdog Geschichte, erweitert sie jedoch um emotionale und humorvolle Momente, die über das Sportgenre hinausgehen.
Regie führte Tyree Dillihay, das Drehbuch stammt von Aaron Buchsbaum und Teddy Riley. Als Vorlage diente das Buch Funky Dunks von Chris Tougas.

Starbesetzung vor und hinter dem Mikrofon
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die prominente Stimmenbesetzung. In der englischen Originalfassung spricht Caleb McLaughlin die Hauptfigur Will. An seiner Seite sind unter anderem Gabrielle Union, Stephen Curry, Nicola Coughlan, David Harbour und Aaron Pierre zu hören.
Gerade die Beteiligung von Curry sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit, da der Film thematisch stark im Sport verankert ist. Die Verbindung zwischen Animationswelt und realem Profisport verleiht dem Projekt zusätzliche Glaubwürdigkeit.
Auch für die deutsche Synchronfassung wurden bekannte Namen verpflichtet, darunter Torsten Sträter und die Basketballspielerinnen Satou und Nyara Sabally.
Starkes Startwochenende und Streaming-Perspektive
Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 47 Millionen Dollar am ersten Wochenende gelingt „GOAT“ der stärkste Debütstart eines nicht fortgesetzten Animationsfilms seit Disneys „Coco“. Für ein Originalprojekt ohne Franchise Hintergrund ist das eine bemerkenswerte Leistung.
Aktuell läuft der Film exklusiv im Kino. Erfahrungsgemäß folgt bei Produktionen von Sony Pictures Entertainment nach etwa vier bis sechs Wochen die Veröffentlichung als Premium Video on Demand. Anschließend dürfte der Film im Rahmen des bestehenden Pay 1 Deals zuerst bei Netflix im Abonnementstreaming landen.
Sollte sich der starke Trend an den Kinokassen fortsetzen, ist eine Fortsetzung sehr wahrscheinlich. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben.
Ein Animationsfilm mit breiter Wirkung
„GOAT“ zeigt einmal mehr, dass Animationsfilme längst nicht nur ein junges Publikum ansprechen. Themen wie Selbstzweifel, Ehrgeiz, Teamgeist und der Wunsch, über sich hinauszuwachsen, funktionieren generationenübergreifend.
Ob „GOAT“ am Ende wirklich als einer der besten Filme des Jahres 2026 gelten wird, bleibt abzuwarten. Doch der außergewöhnlich positive Start deutet darauf hin, dass hier mehr als nur ein kurzlebiger Kinoerfolg entstanden ist.
Sony Pictures Animation dürfte diesen Erfolg als klares Signal verstehen. Originelle Stoffe mit emotionaler Tiefe können auch im Zeitalter großer Franchises überzeugen.
