Mit „The Invite“ steht eine der auffälligsten Komödien des Jahres in den Startlöchern. Der Film vereint nicht nur ein prominentes Ensemble, sondern auch eine Prämisse, die bewusst auf Eskalation setzt. Nachdem mehrere große Studios um das Projekt konkurrierten, sicherte sich schließlich A24 die Rechte. Inzwischen gibt es einen ersten Trailer, der bereits einen klaren Eindruck vom Ton des Films vermittelt.
Der Kinostart in den USA ist für Juli 2026 angesetzt. Ein genauer Termin für Deutschland steht aktuell noch aus.
Vier Stars, ein explosiver Abend
Im Zentrum von „The Invite“ stehen zwei Paare, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Gespielt werden sie von Seth Rogen, Olivia Wilde, Penélope Cruz und Edward Norton.
Die Geschichte beginnt vergleichsweise harmlos. Joe und Angela stecken in einer angespannten Beziehung und stehen kurz davor, sich weiter voneinander zu entfernen. In dieser Situation kommt es zu einem gemeinsamen Abendessen mit ihren Nachbarn.
Was als normales Dinner geplant ist, entwickelt sich jedoch schnell in eine unerwartete Richtung. Die Nachbarn machen deutlich, dass sie ein deutlich offeneres Beziehungsmodell leben und ihr Interesse geht über reine Nachbarschaft hinaus.
Wenn ein Abend außer Kontrolle gerät
Die Dynamik zwischen den beiden Paaren ist der zentrale Motor der Handlung. Während Joe und Angela bereits mit eigenen Problemen kämpfen, bringt die Offenheit ihrer Gäste zusätzliche Spannung in die Situation.
Der Film spielt bewusst mit unangenehmen Momenten, unausgesprochenen Konflikten und der Frage, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, wenn soziale Normen plötzlich infrage gestellt werden. Der Humor entsteht dabei weniger aus klassischen Gags, sondern aus der Eskalation der Situation.
Berichten zufolge bleibt es nicht bei einer einfachen Begegnung. Der Abend nimmt mehrere Wendungen und entwickelt sich zu einem Spiel aus Erwartungen, Missverständnissen und emotionalen Ausbrüchen.

Remake mit internationaler Vorgeschichte
„The Invite“ basiert auf dem spanischen Film „Sentimental“, der bereits in mehreren Ländern adaptiert wurde. Auch im deutschsprachigen Raum gab es mit „Die Nachbarn von oben“ eine erfolgreiche Version der Geschichte.
Das neue US-Remake überträgt die Grundidee in einen Hollywood-Kontext, behält aber den Fokus auf ein Kammerspiel bei. Die Handlung konzentriert sich stark auf die Interaktion der Figuren und nutzt den begrenzten Raum, um die Spannung kontinuierlich zu steigern.
Gerade diese reduzierte Struktur hebt den Film von vielen anderen Komödien ab. Statt auf große Schauplätze setzt „The Invite“ auf Dialoge und Schauspiel.
Olivia Wilde erneut auf dem Regiestuhl
Neben ihrer Rolle vor der Kamera übernimmt Olivia Wilde auch die Regie. Nach „Booksmart“ und „Don’t Worry Darling“ ist es bereits ihr dritter Film in dieser Funktion.
Das Drehbuch stammt von Will McCormack und Rashida Jones, die für pointierte Dialoge bekannt sind. Erste Stimmen aus Festivalvorführungen heben insbesondere das Zusammenspiel der Darsteller hervor.
Vor allem Wilde selbst soll mit ihrer Performance überzeugen. Einige Beobachter sehen darin sogar eine ihrer bislang stärksten Rollen.
Große Erwartungen an einen ungewöhnlichen Comedy-Ansatz
Mit seiner Mischung aus Beziehungskomödie, Kammerspiel und provokanter Thematik setzt „The Invite“ auf ein Konzept, das nicht unbedingt massentauglich wirkt, aber gerade dadurch auffällt.
Die Kombination aus etablierten Stars, einem erfahrenen Indie-Studio und einer bewusst zugespitzten Handlung könnte dem Film eine besondere Stellung im Kinojahr verschaffen.
Ob sich das Konzept auch beim breiten Publikum durchsetzt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch schon jetzt, dass „The Invite“ kein gewöhnlicher Comedy-Abend wird, sondern ein Film, der gezielt mit Erwartungen spielt und seine Figuren in unangenehme Situationen zwingt.
