Für viele Fans ist es eine kleine Sensation. Star Trek: Strange New Worlds läuft ab sofort im deutschen Free TV. Der Spartensender Tele 5 zeigt die gefeierte Science Fiction Serie ab dem 23. Februar 2026 zur Primetime in Doppelfolgen. Damit wird eines der erfolgreichsten modernen „Star Trek“ Formate erstmals ohne Streaming Abo zugänglich.
Los geht es um 20.15 Uhr. Geplant sind zunächst die ersten beiden Staffeln. Die dritte Staffel war bislang exklusiv beim Streamingdienst Paramount Plus zu sehen.
Zurück zu den Wurzeln des Franchise
„Strange New Worlds“ spielt zeitlich vor der klassischen Serie „Raumschiff Enterprise“ und begleitet die frühen Missionen der USS Enterprise unter dem Kommando von Captain Christopher Pike. Verkörpert wird er von Anson Mount, der die Rolle bereits zuvor in „Star Trek Discovery“ übernommen hatte.
Im Mittelpunkt steht ein Konzept, das viele langjährige Fans vermisst hatten. Statt einer durchgehenden, stark serialisierten Handlung setzt die Serie wieder stärker auf in sich abgeschlossene Episoden. Jede Folge erzählt ein eigenes Abenteuer, oft mit moralischen Fragestellungen, fremden Welten oder klassischen Science Fiction Dilemmata.
Dieses erzählerische Modell erinnert bewusst an die Ursprünge des Franchise aus den sechziger Jahren und wird von vielen als Rückbesinnung auf die Kernidee von „Star Trek“ verstanden.
Die Crew der Enterprise
Neben Pike prägen bekannte Figuren und neue Charaktere das Geschehen an Bord. Spock, gespielt von Ethan Peck, fungiert als Wissenschaftsoffizier. An seiner Seite steht Una Chin Riley, genannt Number One, dargestellt von Rebecca Romijn.
Zum weiteren Ensemble gehören Nyota Uhura, hier noch als Kadettin, Krankenschwester Christine Chapel, Dr. M Benga, Sicherheitschefin La An Noonien Singh sowie Steuerfrau Erica Ortegas. Später stößt auch eine jüngere Version von James T Kirk zur Serie, gespielt von Paul Wesley.
Die Figuren erhalten ausreichend Raum zur Entwicklung, ohne dass der Abenteuercharakter in den Hintergrund rückt. Gerade diese Balance aus Charakterdrama und klassischer Weltraummission gilt als große Stärke der Serie.
Zwischen Gorn, Zeitreisen und moralischen Grenzfällen
Inhaltlich bietet „Strange New Worlds“ eine breite Palette an Science Fiction Motiven. Die Crew begegnet gefährlichen Spezies wie den Gorn, wird mit mysteriösen Krankheiten konfrontiert und muss sich mit komplexen ethischen Fragen auseinandersetzen. Auch Zeitreiseelemente und Verstöße gegen oberste Direktiven spielen eine Rolle.
Gleichzeitig bleibt der Ton optimistischer als bei manch anderer moderner „Star Trek“ Produktion. Hoffnung, Entdeckergeist und Teamarbeit stehen wieder stärker im Vordergrund.
Viele Zuschauer sehen darin einen bewussten Kontrast zu „Star Trek Discovery“ oder „Star Trek Picard“, die erzählerisch stärker auf düstere Langzeitplots gesetzt hatten.

Kritikerlob und starke Fanbewertungen
Seit dem Start im Jahr 2022 wird „Strange New Worlds“ sowohl von Kritikern als auch vom Publikum positiv aufgenommen. Auf Bewertungsplattformen erreicht die Serie hohe Durchschnittswerte und gilt für viele als beste „Star Trek“ Produktion seit „The Next Generation“.
Diese breite Akzeptanz dürfte auch ein Grund dafür sein, dass Tele 5 sich die Free TV Rechte gesichert hat. Der Sender hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend als feste Adresse für Science Fiction und Genre Serien etabliert.
Alternative zum Streaming
Bislang war „Strange New Worlds“ in Deutschland vor allem über Paramount Plus abrufbar. Mit der Free TV Premiere öffnet sich die Serie nun einem größeren Publikum. Gerade für Zuschauer, die kein zusätzliches Streaming Abo abschließen möchten, ist das ein attraktives Angebot.
Parallel bleiben alle bisherigen Staffeln weiterhin auf der Streamingplattform verfügbar. Die Serie ist auf insgesamt fünf Staffeln angelegt, von denen bislang drei produziert wurden.
Ein Jubiläum im Hintergrund
Die Free TV Premiere fällt in ein besonderes Jahr. 2026 feiert „Star Trek“ sein sechzigjähriges Bestehen. Dass ausgerechnet eine Serie, die so stark auf klassische Tugenden setzt, nun im frei empfangbaren Fernsehen läuft, wirkt fast symbolisch.
„Star Trek Strange New Worlds“ verbindet Nostalgie mit moderner Inszenierung und beweist, dass das Franchise auch nach Jahrzehnten noch neue und alte Fans zusammenbringen kann. Für Trekkies ohne Streaming Zugang dürfte der Montagabend damit wieder fest verplant sein.
