Wer nach dem großen Serienfinale von Stranger Things immer noch nicht bereit ist, Hawkins endgültig hinter sich zu lassen, bekommt Anfang 2026 eine letzte Gelegenheit dazu. Netflix veröffentlicht am 12. Januar die Dokumentation Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5 und richtet den Blick dorthin, wo sonst nur Kameras und Crew Zutritt haben. Statt neuer Monster oder Wendungen steht diesmal die Entstehung der finalen Staffel im Mittelpunkt und damit ein Jahrzehnt Seriengeschichte.
Das Ende einer Ära
Stranger Things war weit mehr als nur ein weiterer Netflix Hit. Seit dem Start im Jahr 2016 entwickelte sich die Serie zu einem popkulturellen Phänomen, das Generationen verband und Karrieren startete. Mit dem Serienfinale am 31. Dezember 2025 ging für Fans wie Beteiligte eine lange Reise zu Ende. Die Dokumentation setzt genau an diesem Punkt an und fängt die Stimmung eines Abschieds ein, der emotionaler kaum sein könnte.
Schon der erste Trailer macht deutlich, dass hier nicht einfach Bonusmaterial zusammengestellt wurde. Rückblicke auf frühe Drehtage treffen auf Szenen der letzten Produktionswochen. Viele Darsteller sehen sich selbst beim Erwachsenwerden zu und reflektieren, wie sehr sie diese Serie geprägt hat. Aussagen wie jene von Millie Bobby Brown, die offen zugibt, noch nicht loslassen zu können, geben dem Film eine persönliche Note.
Fokus auf Staffel 5 statt Rückschau
Im Gegensatz zu klassischen Serienrückblicken konzentriert sich Ein letztes Abenteuer bewusst auf die Arbeit an der fünften Staffel. Die Zuschauer erhalten Einblicke in den Aufbau riesiger Sets, die Planung komplexer Stunts und die Umsetzung der finalen Storylines. Auch die Duffer Brüder kommen ausführlich zu Wort und erklären, wie sie die zahlreichen Handlungsstränge zu einem Abschluss geführt haben, der den Figuren gerecht wird.
Dabei wird deutlich, wie aufwendig die Produktion hinter den Kulissen war. Die Dokumentation zeigt nicht nur Erfolge, sondern auch Zweifel, Stress und emotionale Momente am Set. Gerade diese Offenheit macht den Film zu mehr als einem Werbeanhängsel und zu einem ehrlichen Blick auf moderne Serienproduktion.

Abschied vom Cast und von Hawkins
Ein zentraler Bestandteil der Doku ist der Abschied des Casts. Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, Sadie Sink und viele weitere Darsteller sprechen über ihre letzten Szenen und die besondere Dynamik, die sich über Jahre entwickelt hat. Für viele von ihnen war Stranger Things der Einstieg ins Filmgeschäft, für andere eine prägende Station ihrer Karriere.
Auch die Duffer Brüder selbst zeigen sich sichtlich bewegt. In einer emotionalen Ansprache bedanken sie sich beim Cast für Vertrauen, Einsatz und gemeinsame Jahre. Diese Momente machen klar, dass Stranger Things nicht nur ein Job, sondern für alle Beteiligten ein Lebensabschnitt war.
Inspiration durch klassische Making ofs
Interessant ist auch der Blick auf die Motivation hinter der Dokumentation. Die Duffer Brüder nennen klassische Behind the Scenes Filme großer Fantasy Reihen als Vorbild. In Zeiten, in denen physische Medien immer seltener werden, verstehen sie Ein letztes Abenteuer als Versuch, diese Form der filmischen Begleitung zu bewahren. Wer sich für Filmemachen interessiert oder einfach wissen möchte, wie eine Großproduktion dieser Größenordnung funktioniert, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Ein würdiger Ausklang
Auch wenn das Stranger Things Universum damit nicht zwingend abgeschlossen ist, bietet die Dokumentation einen runden und emotionalen Ausklang für Fans der Hauptserie. Sie erlaubt es, das Finale noch einmal einzuordnen und sich bewusst von Figuren zu verabschieden, die viele Jahre begleitet haben.
Für alle, die nach dem Serienende noch einen Kloß im Hals verspüren, könnte Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5 genau der richtige letzte Besuch in Hawkins sein.
