Fünfundzwanzig Jahre Gefängnis hat Sylvester Stallone als Mafia-Capo Dwight „The General“ Manfredi abgesessen, doch an der Kommunalpolitik von Oklahoma beißt er sich die Zähne aus. In Tulsa King Staffel 4 scheitert sein Streben nach einem legalen Geschäft, weshalb neue Episoden bei Paramount Plus den Abschied aus dem mittleren Westen vorbereiten.
Wann und wo läuft Tulsa King Staffel 4 in Deutschland?
Die vierte Staffel startete am 16. Oktober 2026 unter anderem bei Paramount Plus und Amazon Video. Zehn Folgen umfasst die aktuelle Staffel, die der Dienst wöchentlich freitags statt gleichzeitig veröffentlicht. Am 30. Oktober 2026 sahen Abonnenten die dritte Episode, bevor am Freitag, 6. November 2026, das vierte Kapitel folgt. Dieser feste Rhythmus führt geradewegs auf das Staffelfinale am 18. Dezember 2026 zu. Gegenüber der dritten Staffel vom September 2025 bleibt das Pensum von zehn Episoden exakt gleich. Der Serienauftakt Ende 2022 war damals noch mit neun Folgen ausgekommen. Zwischen dem Start der dritten Staffel und den neuen Folgen lag rund ein Jahr Wartezeit. Mit nunmehr 39 Episoden entwickelte sich die Produktion von Taylor Sheridan zu einem der Aushängeschilder des Streaming-Dienstes. Auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Paramount Plus erzielte der Original-Trailer vorab 7,5 Mio. Aufrufe vor dem Start. Die ersten drei Staffeln stehen für Abonnenten weiterhin vollständig auf Abruf bereit.
| Titel | Tulsa King |
|---|---|
| Erstausstrahlung | 13.11.2022 |
| Start Staffel 4 | 16.10.2026 |
| Staffeln / Episoden | 4 / 39 |
| Nächste Episode | S4E4 am 06.11.2026 |
| Sender/Plattform (Original) | Paramount+ |
| Im Abo (DE) | Paramount+, Prime Video-Kanal Paramount+, Apple TV-Kanal Paramount Plus |
| Kaufen (DE) | Amazon Video, Apple TV Store |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Creator | Taylor Sheridan |
| Besetzung | Sylvester Stallone, Martin Starr, Jay Will, Gretchen Mol, Annabella Sciorra |
| Wertungen | IMDb 7,9 |

Dwights Weg in die Legalität gerät unter politischen Beschuss
Statt sein Syndikat mit Gewalt auszubauen, versucht Dwight Manfredi in den neuen Folgen sein Imperium auf ein legales Fundament zu stellen. Gleich zum Staffelauftakt mit dem Originaltitel „W.W.D.D.“ führt der Bandenchef seine Crew hin zur Legitimität. Erzählerisch baut dieser Vorstoß direkt auf den Aufbau der eigenen Bourbon-Marke in der dritten Staffel auf, die damals schwere Konflikte mit der Familie Dunmire ausgelöst hatte. Nun erwächst dem Vorhaben Gegenwind von staatlicher Seite, denn Gretchen Mol tritt dem Mafioso als Politikerin Amanda Clark entgegen.
In den Oktober-Folgen greift Gouverneurin Clark Dwights Geschäfte sowie dessen Bourbon-Lieferungen an. Mehrere korrupte Politiker im Hintergrund erschweren die geschäftliche Anerkennung der Brennerei zusätzlich. In den November-Folgen kämpft der New Yorker deshalb verbissen darum, die Kontrolle über die Ranch zu behalten. Weil ein zurückliegender persönlicher Verlust ihm weiter zusetzt, droht das mühsam aufgebaute Bündnis zu zerbrechen. Dwight sieht sich mit harten Lektionen über Führung und den Preis des eigenen Ehrgeizes konfrontiert. Trotz aller Rückschläge bleibt der Bandenchef entschlossen, sein Imperium mit allen Mitteln zu verteidigen.
Das Staffelfinale erzwingt den Abschied aus Oklahoma
Bereits vor der Ausstrahlung der vierten Staffel verlängerte der Sender die Serie vorzeitig um eine fünfte Staffel. Laut offizieller Episodenbeschreibung steht am Ende des vierten Durchgangs das mühsam errichtete Imperium der Hauptfigur am Abgrund. Eine brutale Doppelzüngigkeit im Finale verschiebt das Machtgefüge und treibt Dwight vor neue Tatsachen. Infolgedessen verlässt Manfredi die Stadt Tulsa nach vier turbulenten Jahren endgültig. Die Fortsetzung verlegt das Geschehen direkt in seine Heimatstadt New York, wodurch die Serie zu den Wurzeln des Protagonisten zurückkehrt. Gleichzeitig verlässt das Produktionsteam die bisherigen Drehorte in Atlanta und zieht für neue Folgen nach New York um.
Hinter den Kulissen haben die Dreharbeiten zur fünften Staffel bereits begonnen. Für das New-York-Kapitel rüstet das Ensemble personell auf: Scarlet Rose Stallone, die seit der ersten Staffel als Spencer mitwirkt, steigt fest in die Hauptbesetzung auf. Mit Erik Palladino als prominentem Neuzugang und Darsteller Glenn Fleshler verstärken profilierte Gesichter die Besetzung an der Ostküste. Zusätzlich wächst das Serienuniversum über die Hauptserie hinaus. Nach seinem Gastspiel in der dritten Staffel als Russell Lee Washington Jr. erhält Samuel L. Jackson einen eigenen Ableger. Das geplante Spin-off „Frisco King“ stellt seine Figur in das Zentrum der neuen Handlung.
Für wen lohnt sich die Fortsetzung des Gangsterdramas?
Zuschauer mit Vorliebe für geradlinige Gangstergeschichten schätzen den Reiz, der aus dem Zusammenprall von New Yorker Mafia-Tradition und kleinstädtischer Provinz entsteht. Sylvester Stallone füllt diesen Kontrast als Dwight „The General“ Manfredi souverän aus und dominiert mit 80 Jahren im Serienkontext nahezu jede Szene. Dass der Hollywood-Star hier seine erste Hauptrolle in einer fiktionalen Serie spielt, verschafft dem Format eine beachtliche Leinwandpräsenz. Bei IMDb hält die Produktion eine Wertung von 7,9 bei 121.614 Stimmen, während die TMDB-Community 8,3 Punkte vergibt. Rund um den Patriarchen kehren bewährte Darsteller wie Martin Starr, Jay Will sowie Annabella Sciorra in ihre vertrauten Rollen zurück. Gemeinsam mit Starr stand Stallone bereits vor Serienstart für den Superheldenfilm „Samaritan“ vor der Kamera.
Dieses eingespielte Zusammenspiel spiegelt sich in den trockenen Wortgefechten zwischen dem New Yorker Gangster und dem örtlichen Ladenbesitzer wider. Dennoch geraten die Nebenfiguren und der eigentliche Mafia-Konflikt durch den starken Fokus auf diesen Culture-Clash erzählerisch ins Hintertreffen. Das spricht gegen ein tiefschürfendes Drama, weil das Drehbuch zugunsten des Unterhaltungswerts auf komplexe Milieustudien verzichtet. Im Tonfall erinnert das Geschehen an lakonische Neo-Western wie „Justified“ und meidet die existenzielle Schwere der „Sopranos“. Für die inszenatorische Kontinuität sorgt Dave Erickson, der seit der dritten Staffel als Showrunner die Fäden zieht. Hinter den Kulissen brachte sich Stallone selbst in mehrere Bereiche der Produktion aktiv ein. Anerkennung aus der Branche belegen zehn Nominierungen für Auszeichnungen, darunter eine Nominierung für den Primetime Emmy im Jahr 2023.
| Staffel | Start | Folgen |
|---|---|---|
| Staffel 1 | 13.11.2022 | 9 |
| Staffel 2 | 15.09.2024 | 10 |
| Staffel 3 | 21.09.2025 | 10 |
| Staffel 4 | 16.10.2026 | 10 |
Häufige Fragen
Muss man die ersten drei Staffeln vor Staffel 4 gesehen haben?
Ja, die vierte Staffel setzt frühere Handlungsstränge und persönliche Allianzen direkt fort. Ohne Kenntnis über den Aufbau des Syndikats in Tulsa und die Destillerie-Pläne aus der dritten Staffel bleiben die Hintergründe der politischen Angriffe und der offenen Fehden unverständlich.
Welche Altersfreigabe hat die vierte Staffel in Deutschland?
In Deutschland ist die Serie mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren gekennzeichnet. Ausschlaggebend für die hohe FSK-Einstufung sind die explizite Härte bei kriminellen Auseinandersetzungen sowie der kompromisslose Umgang der Mafia-Banden untereinander, die das Geschehen im mittleren Westen prägen.
Fazit
Für einen unterhaltsamen Serienabend liefert der vierte Durchgang verlässliche Mafia-Kost, die voll auf das Charisma ihres alternden Hauptdarstellers zugeschnitten ist. Anspruchsvolle Krimifans sollten jedoch keine psychologisch vertiefte Gangstersaga erwarten, da die Scharmützel um das ländliche Bourbon-Geschäft die eigentlichen Machtkämpfe überdecken. Liebhaber kerniger Ganoven-Geschichten greifen freitags bedenkenlos zu, statt auf eine Neuerfindung des Genres zu hoffen. Am Ende zeigt die Provinzposse mit trockenem Humor, dass selbst der sturste New Yorker Capo aus staubigem Steppensand kein dauerhaftes Imperium zimmern kann.
Zum Trailer von „Tulsa King“ auf YouTube.
