Am 7. September 2026 feiert „Marble Hall Murders“ Weltpremiere bei BBC One und ist gleichzeitig über den BBC iPlayer abrufbar. Die sechsteilige Serie schließt die Krimi-Trilogie um Susan Ryeland ab, die auf den Romanen von Anthony Horowitz basiert. Nach „Magpie Murders“ und „Moonflower Murders“ ist dies der dritte und letzte Teil der Reihe.
Literatur trifft Wirklichkeit
Susan Ryeland ist Buchlektorin, keine Berufskriminologin. Ihre Ermittlungen entstehen aus der Not heraus, nicht aus dem Ehrgeiz. In „Marble Hall Murders“ erhält sie den Auftrag, an der Fortsetzung einer fiktiven Krimireihe um den Ermittler Atticus Pünd mitzuarbeiten. Der Autor des Manuskripts gilt als schwierig, und das Projekt ist von Beginn an alles andere als gewöhnlich.
Was zunächst wie ein ungewöhnlicher Lektoratsauftrag wirkt, entwickelt sich schnell zum echten Kriminalfall. Als die Grenzen zwischen erfundener Handlung und realen Ereignissen verschwimmen, wird Susan nicht nur zur Ermittlerin, sondern gleichzeitig zur Verdächtigen. Um ihre eigene Unschuld zu beweisen, muss sie das Manuskript ebenso ernst nehmen wie das, was um sie herum geschieht.

Zwei Handlungsebenen, eine Methode
Wie schon in den Vorgängerserien wechselt auch „Marble Hall Murders“ zwischen zwei Ebenen. Während Susan in der Gegenwart ermittelt, spielt die fiktive Handlung auf der griechischen Insel Korfu. Dort untersucht Atticus Pünd gemeinsam mit einer griechischen Ermittlerin den Mord an Lady Margaret Chalfont, einer Angehörigen einer zerstrittenen Adelsfamilie. Die Parallelität der beiden Fälle ist kein Zufall: Beide Ebenen verweisen aufeinander, und die Antworten auf dem Papier führen bisweilen direkter zum Ziel als klassische Polizeiarbeit.
Das Konzept, bei dem ein Kriminalroman den Schlüssel zu einem realen Fall liefert, trägt die Handschrift von Horowitz, der seine eigenen Bücher für die Fernsehfassung adaptiert hat. Er kennt das Spiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit besser als jeder andere und nutzt es in allen drei Teilen der Reihe als strukturierendes Prinzip.
Besetzung und Produktion
Lesley Manville kehrt als Susan Ryeland zurück. Manville, bekannt durch ihre Arbeit mit Regisseur Mike Leigh und durch die Serie „Sherlock“, trägt die Reihe mit einer Zurückhaltung, die der Figur gut steht. Tim McMullan ist erneut als Atticus Pünd zu sehen.
Das erweiterte Ensemble umfasst Jamie Blackley, Mark Bonnar, Patricia Hodge, Daniel Cerqueira, Rupert Penry-Jones, Anneika Rose und Harry Lloyd. Die Regie übernahm Rebecca Gatward, produziert wird die Serie von Suzanne McAuley.
Wo und wann zu sehen?
Die Erstausstrahlung findet heute bei BBC One statt, parallel dazu ist die Serie über den BBC iPlayer verfügbar. In den USA soll „Marble Hall Murders“ wie die beiden Vorgängerserien über den Sender PBS laufen. Wann eine Ausstrahlung oder Streamingverfügbarkeit für den deutschen Markt folgt, ist bislang nicht bekannt.
Für alle, die mit der Reihe noch nicht vertraut sind: Beide Vorgänger sind zum Einstieg empfehlenswert, inhaltlich aber kein Pflichtprogramm. „Marble Hall Murders“ funktioniert auch als eigenständige Geschichte.
