Ab dem 7. Juli 2026 ist die neue Anime-Serie „The Ghost in the Shell“ weltweit bei Amazon Prime Video verfügbar. Das Studio Science Saru hat gemeinsam mit Amazon MGM Studios eine Neuverfilmung des Mangas entwickelt, die sich am Original von Masamune Shirow orientiert. Der Klassiker gehört zu den bekanntesten Cyberpunk-Stoffen weltweit und bekommt damit einen weiteren Anlauf auf der Mattscheibe.
Eine lange Adaptionsgeschichte
Wer die Vergangenheit der Marke kennt, weiß, dass „Ghost in the Shell“ kein unbekanntes Terrain für Filmschaffende ist. Seit dem 1989 erschienenen Manga gab es vier animierte Kinofilme, zwei TV-Serien und einen Fernsehfilm. 2017 folgte der Realfilm mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle, der weder Kritiker noch Kinopublikum überzeugen konnte. Science Saru geht nun zurück zur Quelle und arbeitet mit einem 2D-Animationsstil, der sich stilistisch eng an Shirows ursprünglichen Panels orientiert.
Regie, Drehbuch und Produktion
Die Regie übernimmt Moko-chan, bekannt durch Arbeiten wie „Scott Pilgrim Takes Off“ und „Dandadan“. Das Drehbuch stammt von Toh EnJoe, der bereits an „Godzilla: Singular Point“ beteiligt war. Science Saru, ein Tokioter Anime-Studio, das unter anderem an „Star Wars: Visionen“ mitgewirkt hat, verantwortet die Animation. Amazon Prime Video hält die internationalen Streaming-Rechte für nahezu den gesamten Weltmarkt. Ausnahmen sind neben Japan die Märkte Russland, China und Vietnam. In Japan startete die Serie parallel im Fernsehen auf Fuji TV.

Worum geht es?
Die Handlung folgt der Cyborg-Agentin Major Motoko Kusanagi, die als Teil der Spezialeinheit Section 9 hochkomplexe Cyberverbrechen verfolgt. Im Vordergrund stehen sogenannte Ghost-Hacker, die in der Lage sind, die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine zu manipulieren und Menschen als willenlose Werkzeuge einzusetzen. Dabei stellt die Serie die Fragen, für die das Franchise seit Jahrzehnten bekannt ist: Was ist Identität, wenn Erinnerungen kopierbar sind? Was bleibt vom Bewusstsein übrig, wenn der Körper austauschbar wird?
Inhaltlich greift die Serie mit der Figur des Puppenspielers auf einen der zentralen Handlungsstränge des ursprünglichen Mangas zurück. In welchem Jahr die Serie konkret angesiedelt ist, hat Amazon bislang nicht kommuniziert. Der Manga spielte im Jahr 2029.
Stimmen der Hauptfiguren
Im japanischen Original spricht Maaya Sakamoto die Hauptrolle der Major Motoko Kusanagi. Weitere Sprechrollen übernehmen Kazuhiro Yamaji und Hiroki Yasumoto. Ob und wann eine deutsche Synchronfassung verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.
Lohnt sich der Start?
Der Trailer lässt erkennen, dass Science Saru keinen generischen Action-Anime abliefert, sondern tatsächlich visuell an die Ästhetik der Vorlage anknüpft. Wer bereits mit dem Material vertraut ist, wird Referenzen erkennen. Für Neuzuschauer gilt: Vorwissen ist hilfreich, aber kein Pflichtprogramm. Die erste Folge ist ab heute auf Amazon Prime Video abrufbar.
